Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
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Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft
Im Forst 5
18375 Born
Tel. 038234-502-0
Fax 038234-502-25
poststelle@nlp-vbl.de
www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de

Das Gebiet des Nationalparks ist spätestens seit dem frühen Mittelalter dauerhaft besiedelt.

Bereits im 12. Jahrhundert finden im Zuge der deutschen Ostkolonisation umfangreiche Waldrodungen statt.

Mit der einsetzenden Beweidung der Küstenüberflutungsmoore entstehen im Hoch- und Spätmittelalter die noch heute landschaftsprägenden Salzweiden an den Boddenufern auf Standorten, die zuvor vom Wald, vor allem aber von Röhrichten bewachsen waren.

Die Landwirtschaft ist lange Zeit auf den Inseln und Halbinseln des Nationalparks überwiegend nur ein Nebenerwerb zu Fischerei und Seefahrt.

Angesichts der überwiegend für den Ackerbau nur schlecht geeigneten Standorte und der insgesamt schlechten Erreichbarkeit wird sich das auch in den folgenden Jahrhunderten nicht ändern. Entsprechend gering ist der Drang, die Landschaft für landwirtschaftliche Zwecke umzugestalten. Lediglich die Waldrodung schreitet weiter voran, Holz ist als Brennstoff und für den Schiffbau begehrt.

Noch im 18. Jahrhundert haben die Wälder auf Darß und Zingst aber eine größere Ausdehnung als heute. Sie reichen zu dieser Zeit vielerorts noch bis an die Boddenufer.

Auf Hiddensee und Ummanz herrscht jedoch bereits ein akuter Holzmangel. Als Brennstoff wird hier - wie später auch auf Darß und Zingst - Torf gestochen.

Erst im 19. Jahrhundert beginnt der Bau von Entwässerungsgräben, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch von kleineren Deichen.

Ab 1870 werden Sundische Wiese und Ummanz eingedeicht und der Prerowstrom wird zur Ostsee hin geschlossen. Der Fang von Seefischen im Bodden ist nun kaum mehr möglich.

Die Armut auf dem Darß wächst; ein regionaler Bevölkerungsrückgang ist die Folge.

In den neu entstandenen Poldern ist die Landwirtschaft aufgrund lang andauernder Staunässe kaum profitabel.

Der Bau von Windschöpfwerken verbessert die Situation, kann die durch den Deichbau verursachten Probleme jedoch nicht völlig lösen.

Informationen aus: www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de

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